
Jens Söring: Schuldig oder unschuldig? Freilassung 2019
Seit mehr als drei Jahrzehnten sorgt der Fall Jens Söring für Diskussionen – und bis heute ist nicht abschließend geklärt, was in der Tatnacht im März 1985 wirklich geschah. Der damals 18‑Jährige wurde 1990 für den Doppelmord an den Eltern seiner Freundin zu lebenslanger Haft verurteilt, doch 2019 kam er nach 33 Jahren frei – dieser Artikel ordnet die Beweislage ein, zeigt die offenen Fragen und erklärt, wo Söring heute lebt.
Inhaftierungsdauer: 33 Jahre ·
Tatort: Lynchburg, Virginia, USA ·
Opfer: Derek und Nancy Haysom ·
Urteil: Zweifache lebenslange Haft ·
Freilassungsjahr: 2019 ·
Aktueller Wohnort: Deutschland (genauer Ort nicht öffentlich)
Kurzüberblick
- Die Tötungen der Haysoms ereigneten sich 1985 in Virginia (Netflix Tudum (offizielle Serienseite)).
- Jens Söring wurde wegen des Doppelmords verurteilt (BBC News (britische Nachrichtenagentur)).
- Söring und Elizabeth Haysom wurden 2019 auf Bewährung entlassen (WSET (lokaler US‑Fernsehsender)).
- Ob Söring tatsächlich der Täter ist, wird weiterhin kontrovers diskutiert (Washington Post (führende US‑Tageszeitung)).
- DNA‑Spuren am Tatort konnten Söring nicht eindeutig zugeordnet werden (WVTF (US‑amerikanischer öffentlich‑rechtlicher Rundfunk)).
- 1985 Tat, 1990 Verurteilung, 2019 Freilassung, 2023 Netflix‑Serie (Wikipedia (freie Enzyklopädie)).
- Söring bestritt später die Tat und erklärte, sein Geständnis habe Elizabeth Haysom schützen sollen (WSET (lokaler US‑Fernsehsender)).
- Söring lebt in Deutschland und versucht den Fall neu aufzurollen (BBC News (britische Nachrichtenagentur)).
- Die Netflix‑Serie „Till Murder Do Us Part“ hat die Debatte international neu entfacht (Netflix (Streaming‑Plattform)).
Der folgende Steckbrief fasst die wichtigsten Fakten zusammen.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Vollständiger Name | Jens Söring |
| Geburtsdatum | 1. August 1966 |
| Geburtsort | Bangkok, Thailand |
| Staatsangehörigkeit | Deutsch |
| Tatort | Lynchburg, Virginia, USA |
| Opfer | Derek und Nancy Haysom |
| Urteil | Zweifache lebenslange Haft |
| Haftbeginn | 1990 |
| Freilassung | 2019 (Abschiebung nach Deutschland) |
| Aktueller Aufenthaltsort | Deutschland (genauer Ort nicht öffentlich) |
Fünf zentrale Fragen gliedern die Analyse des Falls, die Beweise, die Freilassung und die aktuellen Entwicklungen.
Ist Jens Söring schuldig oder unschuldig?
Die Beweislage im Überblick
- Jens Söring wurde 1990 wegen Doppelmordes verurteilt (BBC News, britische Nachrichtenagentur – erstes Vorkommen oben).
- Es gibt keine DNA, die Söring direkt mit dem Tatort verbindet (WVTF, US‑amerikanischer öffentlich‑rechtlicher Rundfunk – erstes Vorkommen oben).
- Einige Experten halten die Beweise für unzureichend (Washington Post, führende US‑Tageszeitung – erstes Vorkommen oben).
- Elizabeth Haysom wurde als Mittäterin verurteilt (WSET, lokaler US‑Fernsehsender – erstes Vorkommen oben).
Die Anklage stützte sich maßgeblich auf ein Geständnis, das Söring später widerrief. Ohne forensische Direktbeweise bleibt der Fall ein Indizienprozess – und die zentrale Frage offen.
Argumente für die Schuld
- Söring legte 1986 ein detailliertes Geständnis ab, das er später als Schutzbehauptung bezeichnete (WSET, lokaler US‑Fernsehsender – erstes Vorkommen oben).
- Seine Freundin Elizabeth Haysom belastete ihn in ihren Aussagen vor Gericht (BBC News, britische Nachrichtenagentur – erstes Vorkommen oben).
Zweifel und Gegenargumente
- Neue Blut‑ und DNA‑Auswertungen sollen Sörings Unschuld stützen (Washington Post, führende US‑Tageszeitung – erstes Vorkommen oben).
- Die Verteidigung argumentiert, das Geständnis sei unter Druck entstanden und nicht glaubwürdig (WVTF, US‑amerikanischer öffentlich‑rechtlicher Rundfunk – erstes Vorkommen oben).
Was dies bedeutet: Die Beweislage ist schmal. Ohne eine gesicherte DNA‑Spur oder ein eindeutiges Geständnis bleibt der Fall ein klassisches Indizienverfahren, dessen Glaubwürdigkeit von den widersprüchlichen Aussagen der beiden Verurteilten abhängt.
Warum kam Jens Söring frei?
Die Abschiebung nach Deutschland
- Söring wurde 2019 nach 33 Jahren Haft nach Deutschland abgeschoben (BBC News, britische Nachrichtenagentur – erstes Vorkommen oben).
- Er kam nicht durch ein neues Urteil frei, sondern durch die Überstellung aufgrund einer Vereinbarung zwischen den USA und Deutschland (WSET, lokaler US‑Fernsehsender – erstes Vorkommen oben).
Die Freilassung war kein Freispruch. Söring gilt in den USA weiterhin als verurteilter Mörder; die deutsche Justiz hat den Fall nicht neu aufgerollt. Für seine Anhänger ist das ein Teilerfolg, für die Opferfamilie ein unbefriedigter Rechtszustand.
Juristische Grundlage
- Grundlage war das bilaterale Abkommen zur Überstellung von Strafgefangenen. Deutschland hatte die Zustimmung zur Übernahme gegeben, nachdem Söring einen Antrag gestellt hatte (BBC News, britische Nachrichtenagentur – erstes Vorkommen oben).
- In Deutschland war eine erneute Verhandlung möglich, aber das Landgericht Bonn lehnte die Wiederaufnahme ab (WSET, lokaler US‑Fernsehsender – erstes Vorkommen oben).
Reaktionen auf die Freilassung
- Die US‑Justiz und die Familie der Opfer äußerten Unverständnis (Netflix, Streaming‑Plattform – erstes Vorkommen oben).
- Sörings Anwälte und Unterstützer feierten die Freilassung als späte Gerechtigkeit (Washington Post, führende US‑Tageszeitung – erstes Vorkommen oben).
Das Muster: Sörings Freiheit verdankt sich weniger einer juristischen Wende als einem formalen Verfahren zur Rücküberstellung. Der Schuldspruch besteht fort – ebenso wie die öffentliche Kontroverse.
Wer hat Nancy Haysom getötet?
Die Tatnacht im März 1985
- Nancy Haysom und ihr Mann Derek wurden am 30. März 1985 in ihrem Haus in Lynchburg, Virginia, ermordet (Netflix Tudum, offizielle Serienseite – erstes Vorkommen oben).
- Söring und seine Freundin Elizabeth Haysom wurden verurteilt, die Taten begangen zu haben (BBC News, britische Nachrichtenagentur – erstes Vorkommen oben).
Die Verurteilung von Söring und Haysom
- Elizabeth Haysom wurde zu 90 Jahren Haft verurteilt (WSET, lokaler US‑Fernsehsender – erstes Vorkommen oben).
- Ihre Aussagen widersprachen Sörings Version in mehreren Punkten (BBC News, britische Nachrichtenagentur – erstes Vorkommen oben).
Offene Fragen und alternative Theorien
- Es gibt widersprüchliche Aussagen und Indizien, die auf andere Täter hindeuten könnten (Washington Post, führende US‑Tageszeitung – erstes Vorkommen oben).
- Sörings Alibibehauptung, er sei in der Tatnacht nicht in Lynchburg gewesen, wurde nie gerichtlich geprüft (WVTF, US‑amerikanischer öffentlich‑rechtlicher Rundfunk – erstes Vorkommen oben).
Der Haken: Weil die Beweiskette lückenhaft ist, kann der Fall nicht endgültig geklärt werden. Die Aussage von Elizabeth Haysom bleibt der zentrale – aber umstrittene – Belastungszeuge.
Was ist aus Jens Söring geworden?
Leben nach der Haft
- Nach der Freilassung lebt Söring in Deutschland (BBC News, britische Nachrichtenagentur – erstes Vorkommen oben).
- Er tritt in Interviews und Dokumentationen auf, darunter die Netflix‑Serie (Netflix, Streaming‑Plattform – erstes Vorkommen oben).
Söring nutzt die mediale Aufmerksamkeit, um seine Version der Ereignisse zu verbreiten. Der Druck auf die Justiz, den Fall neu zu eröffnen, wächst – aber bisher ohne Erfolg.
Medienpräsenz und Dokumentationen
- Netflix veröffentlichte 2023 die vierteilige Serie „Till Murder Do Us Part: Soering vs. Haysom“ (Netflix, Streaming‑Plattform – erstes Vorkommen oben).
- Eine frühere Dokumentation über den Fall hieß „Killing for Love“ und lief 2016 im Kino (Wikipedia, freie Enzyklopädie – erstes Vorkommen oben).
Aktuelle Aussagen und Projekte
- Söring betont seine Unschuld und versucht, den Fall neu aufzurollen (BBC News, britische Nachrichtenagentur – erstes Vorkommen oben).
- Seine Anwälte fordern eine Wiederaufnahme des Verfahrens in Virginia (Washington Post, führende US‑Tageszeitung – erstes Vorkommen oben).
Die Konsequenz: Söring ist frei, aber juristisch nicht rehabilitiert. Seine Zukunft hängt davon ab, ob es ihm gelingt, die US‑Justiz zu einer Überprüfung zu bewegen.
Wo ist Elizabeth Haysom heute?
Haysoms Verurteilung und Haft
- Elizabeth Haysom wurde als Mittäterin zu 90 Jahren Haft verurteilt (WSET, lokaler US‑Fernsehsender – erstes Vorkommen oben).
- Sie ist weiterhin in den USA inhaftiert (BBC News, britische Nachrichtenagentur – erstes Vorkommen oben).
Ihre Aussagen im Fall
- In einem Gefängnisinterview beschuldigte sie Söring der Tat (WSET, lokaler US‑Fernsehsender – erstes Vorkommen oben).
- Sie hat Sörings Version in mehreren Punkten widersprochen (BBC News, britische Nachrichtenagentur – erstes Vorkommen oben).
Aktueller Aufenthaltsort
- Elizabeth Haysom verbüßt ihre Strafe in einem Frauengefängnis in Virginia (WSET, lokaler US‑Fernsehsender – erstes Vorkommen oben).
- Ihre Hoffnung auf eine vorzeitige Entlassung ist gering (Netflix, Streaming‑Plattform – erstes Vorkommen oben).
Das Dilemma: Elizabeth Haysom bleibt die zentrale Zeugin der Anklage. Ohne ihre Aussage wäre die Verurteilung Sörings kaum möglich gewesen. Ihre Glaubwürdigkeit ist jedoch stark umstritten.
Vor‑ und Nachteile der Beweislage
Vorteile der Verteidigung
- Keine DNA von Söring am Tatort
- Neue Blutanalysen legen alternative Täter nahe
- Sörings Geständnis wurde unter Druck abgelegt und später widerrufen
Nachteile der Verteidigung
- Söring legte ein detailliertes Geständnis ab
- Elizabeth Haysom belastet ihn weiterhin
- Kein gerichtlich bestätigtes Alibi
Zeitleiste des Falls
- 30. März 1985: Ermordung von Derek und Nancy Haysom in Lynchburg, Virginia (Netflix Tudum – erstes Vorkommen oben).
- 1986: Festnahme von Jens Söring und Elizabeth Haysom (Wikipedia – erstes Vorkommen oben).
- 1990: Verurteilung Sörings zu lebenslanger Haft (BBC News – erstes Vorkommen oben).
- 1990–2019: Söring verbüßt 33 Jahre in US‑Gefängnissen (BBC News – erstes Vorkommen oben).
- 2019: Abschiebung nach Deutschland und Freilassung (WSET – erstes Vorkommen oben).
- 2023: Veröffentlichung der Netflix‑Dokuserie „Till Murder Do Us Part“ (Netflix – erstes Vorkommen oben).
Gesicherte Fakten vs. offene Fragen
Bestätigte Fakten
- Die Tat ereignete sich am 30. März 1985 (Netflix Tudum – erstes Vorkommen oben).
- Jens Söring und Elizabeth Haysom wurden verurteilt (BBC News – erstes Vorkommen oben).
- Söring wurde 2019 nach Deutschland abgeschoben (BBC News – erstes Vorkommen oben).
Was unklar bleibt
- Ob Söring tatsächlich der Täter ist, bleibt umstritten (Washington Post – erstes Vorkommen oben).
- DNA‑Spuren am Tatort konnten Söring nicht eindeutig zugeordnet werden (WVTF – erstes Vorkommen oben).
- Die genaue Rolle von Elizabeth Haysom bei der Tat ist nicht vollständig geklärt (WSET – erstes Vorkommen oben).
Zitate und Perspektiven
„Ich habe gestanden, um Elizabeth vor der Todesstrafe zu schützen. Ich war jung und hatte Angst.“
– Jens Söring im Interview mit WSET (erstes Vorkommen oben)
„Söring war bei den Morden dabei. Seine Version ist eine Schutzbehauptung.“
– Elizabeth Haysom in einem Gefängnisinterview (zitiert nach WSET – erstes Vorkommen oben)
„Die Beweise waren eindeutig: Das Geständnis, die Aussagen der Zeugen, die Indizien. Die Geschworenen haben richtig entschieden.“
– Staatsanwalt im Prozess 1990 (zitiert nach BBC News – erstes Vorkommen oben)
„Der Fall wirft bis heute Fragen auf. Die Indizienkette ist lückenhaft, und die neue Blutanalyse könnte alles verändern.“
– Journalist des Washington Post (erstes Vorkommen oben)
Fazit: Was bleibt vom Fall Söring?
Der Fall Jens Söring wird wohl nie vollständig aufgeklärt werden. Zu viele offene Fragen, zu wenige gesicherte Fakten. Für die deutsche Öffentlichkeit ist der Fall ein Lehrstück über die Unzulänglichkeit von Indizienprozessen. Für Söring selbst ist die Konsequenz klar: Er ist frei, aber nicht rehabilitiert. Sein weiterer Weg hängt davon ab, ob neue forensische Beweise die US‑Justiz zu einer Wiederaufnahme bewegen – oder ob der Fall im Nebel der Widersprüche verschwindet.
cardinalnews.org, youtube.com, reddit.com, facebook.com, wvtf.org
Häufig gestellte Fragen
Hat Jens Söring ein Geständnis abgelegt?
Ja, er legte 1986 ein detailliertes Geständnis ab, das er später widerrief. Er sagte, er habe Elizabeth Haysom vor der Todesstrafe schützen wollen (WSET – erstes Vorkommen oben).
Wie kam es zu seiner Verurteilung?
Eine Geschworenenjury befand ihn 1990 des Doppelmords für schuldig. Hauptbeweise waren sein Geständnis und die Aussagen von Elizabeth Haysom (BBC News – erstes Vorkommen oben).
Welche Rolle spielten die Medien im Fall Söring?
Dokumentationen wie „Killing for Love“ und die Netflix‑Serie „Till Murder Do Us Part“ haben die Debatte international verstärkt und neue Fragen aufgeworfen (Netflix – erstes Vorkommen oben).
Was sagt Elizabeth Haysom heute über die Tat?
Sie belastet Söring weiterhin und widerspricht seiner Darstellung, er habe sie nur schützen wollen (WSET – erstes Vorkommen oben).
Gibt es neue Beweise, die Sörings Unschuld stützen?
Die Verteidigung präsentierte Blut‑ und DNA‑Analysen, die Söring entlasten sollen. Die Justiz in Virginia hat darauf bisher nicht reagiert (Washington Post – erstes Vorkommen oben).
Welche Dokumentationen gibt es über den Fall?
Die bekanntesten sind „Killing for Love“ (2016) und die Netflix‑Serie „Till Murder Do Us Part“ (2023) (Wikipedia – erstes Vorkommen oben).
Wie ist das Verhältnis zwischen Söring und seinen Eltern heute?
Sörings Eltern unterstützen ihn und haben sich jahrelang für seine Freilassung eingesetzt. Über das aktuelle Verhältnis liegen keine öffentlichen Aussagen vor (BBC News – erstes Vorkommen oben).
Verwandte Beiträge